Schafkopf lernen

Schafkopf Regeln 

Nicht offiziell ein Glücksspiel, aber schon das komplizierte und spannende Abrechnungsverfahren zeigt, das Schafkopf die Alternative zum Besuch der Online Spieltische bietet. Während Kartenspiele wie Poker oder Blackjack "Bank gegen Spieler" Spiele sind, ist Schafkopf ein klassisches "Spieler gegen Spieler" Tischspiel. Es ist auch schwer vorstellbar das Online gespielt wird, denn wer es einmal gespielt hat, der will zurück an den Stammtisch im Wirtshaus. Falls Sie jetzt schon lieber an eine Casinotisch möchten hier sind die beiden besten Tischspiel Casinos zur Zeit:


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Schafkopf spielen wie die Bayern!  

Schafkopf kam wahrscheinlich als das französische vier Spieler Kartenspiel Quadrille im deutschsprachigen Raum an und wurde dort zum Spiel Deutsch Solo. Als Schafkopf tauchte es erstmalig schriftlich im Söchsischen Straf- und Bußgeldkatalog von 1782 auf und wurde 1837 in Bayern im 3. Band des Bayerischen Wörterbuches erwähnt. Wenige Jahre später gab es die Gräfenberger Regeln und löste in den nächsten 50 Jahren das Tarockspiel als Bayrisches Nationalspiel ab.

Schafkopf spielen: Grundwissen

Für eine Runde Schafkopf muss man zu viert sein. Es geht auch mit Drei Spielern, ein Solo oder Wenz wird gespielt, aber das macht man in Bayern nur in allerhöchster Not. Hierbei nimmt man die 7er und 8er heraus und spielt Kurzer. Zu Viert geht auch ein Kurzer, da bekommt jeder nur 6 Karten und es gibt kein Rufspiel. Das sind aber Ausnahmen. Schafkopf ist ein Spiel für Vier. Sie brauchen ein Bayrisches Blatt, das aus 32 Karten besteht.

Die Rangfolge bei diesem Blatt sind, der Reihe nach absteigend:

  • Farben: Eichel (Blatt), dann Gras (Grün), Herz (Blau) und zuletzt Schellen (Laub).
  • Karten: Ober, Unter, Ass/Sau, Zehn, König, Neun, Acht und Sieben

Die Kartenwerte bei Schafkopf:

  • Ass, oder Sau zählt 11 Augen
  • Zehn zählt 10 Augen
  • König zählt 4 Augen
  • Ober zählt 3 Augen
  • Unter zählt 2 Augen
  • Sieben, Acht und Neun haben keinen Wert, also 0

Grundlegendes vor dem Spiel. Das ganze Blatt ergibt 120 Augen. Sie gewinnen das Spiel mit mindestens 61 Augen. Zuerst wird der Geber bestimmt. Aus dem Kartenstapel zieht jeder ein Karte. Die höchste Karte macht den Geber, der nach dem Mischen den bild schafkopf blattrechts von Ihm Sitzenden abheben lässt. Im Uhrzeigersinn werden entweder zweimal vier Karten oder, meist bei Turnieren viermal zwei Karten ausgeteilt. Der Geber wandert im Uhrzeigersinn und wenn alle Spieler gegeben haben ist die Runde komplett. Acht Runden oder 32 Umläufe sind am fairsten, da jeder Spieler gleich oft alle Position am Tisch inne hatte. Jeder Spieler bekommt acht Karten.

Gespielt wird mit einer Karte pro Umlauf und weiterhin im Uhrzeigersinn. Der Stich wird von dem gemacht, der die höchste Karte des Umlaufs gelegt hat. Man muß Trumpf oder Farbe bekennen. Die erste ausgelegte Kartenfarbe bestimmt. Bzw. bei Trumpf ist Trumpf die Farbe. Nur wenn Sie keine gleiche Farbe haben, darf irgendeine Karte gelegt werden. Hierbei besteht kein Stich- oder Trumpfzwang.

Das Steigern passiert vor dem legen der zweiten (!) Karte. Ist sich die Nichtspielerpartei sicher, daß die Spielerpartei verliert, wird Kontra angesagt. Das verdoppelt das Spiel. Widerspricht die Spielerpartei, kann sie Retour ansagen, was das Spiel noch einmal verdoppelt.

Schafkopf lernen: Die Partnerspiele

Das Rufspiel oder Sauspiel, auch Partnerspiel genannt ist die normale Variante. Hier sind alle Ober und Unter sowie die Herz Karten die Trümpfe. Diese 14 Trümpfe stehen allen restlichen Karten, die Farben genannt werden, gegenüber. Nachdem jeder seine Karten hat, folgt die Ansagerunde in der Spielmacher ermittelt wird. Der Spieler links vom Geber beginnt, es geht reihum und es wird erklärt ob jemand spielen möchte oder nicht. Gibt es mehrere Interessenten, wird der Spielmacher, der das höchste Spiel geboten hat. Möchte niemand Spielmacher sein wird ein Ramsch-Spiel vereinbart (siehe unten).

Die Bildung der Spieleparteien erfolgt durch das Rufen der Sau. Der Spielmacher ruft ein Ass, das er nicht selbst auf der Hand hat. Er muss von der gewünschten Farbe der Sau aber mindestens eine Karte in dieser Farbe haben. Als Trumpf zählen Ober und Unter natürlich nicht.

Wichtig: Das Herz Ass ist auch ein Trumpf und darf nicht gerufen werden. Hat ein Spieler alle drei Asse der Farben, so darf er auch nicht rufen.

Der Spieler mit der gerufenen Sau und der Spielmacher bilden die Spielerpartei die beiden anderen die Nichtspielerpartei. Erst während des Spiels wird sich für drei Spieler offenbaren wer der Gerufene ist. Wird die Farbe des gerufenen Ass angespielt, muss der Gerufene dieses spielen. Die Ausnahme: Hat der Gerufene neben dem Ass noch drei oder mehr Karten der gerufenen Farbe, so kann der “Davonlaufen”, er muss nicht, aber kann mit den drei oder mehr Karten der gerufenen Farbe “unten durch” spielen.

Bei einem Ramsch hat keine Spielansage stattgefunden. Es ist eine negativ Version des Rufspiels. Der letzte Spieler der Ansagerunde kann eine Ramsch ausrufen bei dem jeder Spieler alleine spielt. Es gelten die Regeln des Rufspiels, nur verliert derjenige mit den meisten Punkten. Gibt es beim Abrechnen eine Gleichstand, verliert derjenige mit den meisten Trümpfen.

Bei der Hochzeit legt der Hochzeiter, ein Spieler mit nur einer Trumpfkarte diesen verdeckt auf den Tisch und bietet damit die Hochzeit an. Mit demjenigen, der diese Karte nimmt bildet sich die Spielerpartei. Der Hochzeiter bekommt von seinem Partner eine Ersatzkarte, die kein Trumpf sein darf.

Beim Kreuzbock bilden die sich überkreuz, also gegenüber sitzenden Spieler die Parteien. Als Spielerpartei gilt die partei die zuletzt Kontra gegeben hat, die Partei die zuerst gelegt, also das Spiel verdoppelt hat oder die Partei die die erste Karte legt. Es gelten die Regeln des Rufspiels

Schafkopf lernen: Die Solo Spiele

Beim Farb Solo spielt ein Alleinspieler gegen die drei restlichen Spieler. Solospiele haben in der Ansagerunde grundsätzlich Vorrang. Bei den Farb-Soli gilt die Trumpf-Reihenfolge wie im Rufspiel.

Beim Wenz, auch Bauernwenz oder Hauswenz genannt, sind nur die Unter die Trümpfe. Die sogenannten Wenzen zählen in der Reihenfolge Eichel, Gras, Herz und Schellen. Die Ober fügen sich zwischen König und Neun ein. Herz ist eine normale Farbe.

Der dem Wenz ähnliche Geier unterscheidet sich nur darin das die Ober die Trümpfe sind.

Der Tout, im Bayerischen als Du ausgesprochen, ist die Ansage für ein Spiel in dem die drei Gegenspieler keinen Stich machen werden. In diesem Spiel wird die Abrechnung verdoppelt.

Der Royal Flush des Schafkopfs ist der Sie. Es ist ein Tout, bei dem der Spieler alle Ober und Unter hat. Der Sie wird unüblicherweise sofort auf den Tisch gelegt und mindestens Doppelt abgerechnet. In vielen Wirtshäusern Bayerns werden die seltenen Sie gerahmt an die Wand gehängt und mit dem Datum und Spielernamen versehen. Der Sie ist sehr selten.

Der Bettel ist ein Ramsch mit Ansage. Der Spielmacher darf keine Stich machen. Die Reihenfolge der Trümpfe: As/Sau, König, Ober, Unter, Zehn, Neun, Acht und zuletzt die Sieben.

Schafkopf spielen: Das Abrechnen

Schafkopf ist in Deutschland kein Glücksspiel und darf und wird fast immer um Geld gespielt. Der Wert der Punkte in Geld wird vor dem Spielen vereinbart. Die Karten einer Spielpartei werden zusammengezählt. Beim Rufspiel zahlen die beiden Verlierer den Gewinnern den je gleichen Betrag aus. Bei Solo Spielen wird drei zu eins abgerechnet. Beim Schneider haben die Verlierer weniger als Dreissig Punkte.

Das Legen verdoppelt ein Spiel. Nach dem Geben kann durch eine Münze auf den Tisch legen das erhöhen des Einsatzes angekündigt werden.

Um richtig Abrechnen zu können müssen vor dem Spielbeginn die Werte der Spiele vereinbart werden. Wird beispielsweise ein normales Rufspiel mit 10 Cent pro Punkt abgerechnet, zählt ein Solospiel 20 Cent pro Punkt. Je schwieriger die Spiele, desto höher der Punktwert. Legen Sie für jede Version einen Wert fest. Der Sie sollte dann mit 1 € pro Punkt bewertet werden. Verdoppelte oder vierfache Spiele werden zusätzlich zum vorher verinbarten Grundwert eine Punktes hinzugerechnet und kann manche Spiele sehr kostspielig werden lassen.

 


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